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sz-online, 20.05.2010: Altenberg verliert Titelkämpfe im BiathlonVon Mandy SchaksDer Traum von Altenberg, mit der Biathlonarena international wettbewerbsfähig zu werden, ist vorerst ausgeträumt. Die Bergstadt hat von der Internationalen Biathlon-Union eine Absage bekommen. Sie wollte 2013 im Stadion im Zinnwalder Hofmannsloch die Europameisterschaften und ein Jahr darauf die Junioren-Weltmeisterschaften im Biathlon ausrichten. Die Bewerbungen fanden nun aber keine Berücksichtigung. Darüber informierte am Montagabend Bürgermeister Thomas Kirsten (Freie Wähler) den Stadtrat. Noch immer keine Toiletten Für diese Entscheidung mag es viele Gründe geben. Nicht zuletzt ist die Konkurrenz stark. Aber Kirsten verhehlte nicht, dass das auch mit der fehlenden Infrastruktur in der Zinnwalder Biathlonarena zusammenhängt. So gibt es zum Beispiel keine Toilettenanlagen. Dabei sollte längst investiert werden. Aber Fördermittel gibt es erst, wenn die Stadt einen ordentlichen Vertrag zur Biathlonanlage in der Hand hat. Denn ihr gehören die Flächen nicht, die sind Eigentum des Freistaates und sollen es auch bleiben. Deshalb geht es um einen Vertrag, der die Nutzung regelt. Und da wird sich Altenberg mit dem Staatsbetrieb Sachsenforst seit Monaten nicht einig. So ist Altenberg nicht bereit, für die Nutzung der Anlage ein Entgelt an den Forst zu zahlen. Zum einen betreibt die Stadt das Stadion nicht zum eigenen Vergnügen, sondern in erster Linie, damit die Sportler hier gute Trainingsbedingungen vorfinden, so die Argumentation aus dem Rathaus. Zum anderen bleibt die Stadt trotz Zuschüsse von Bund und Land und einigen Einnahmen aus Veranstaltungen ohnehin auf einem Defizit von bis zu 35000Euro sitzen. Das würde durch die pauschale Abgabe an den Forst nun noch größer. Außerdem ist Altenberg nicht ausreichend versichert. Dabei geht es um mögliche Haftungsschäden, die durch Dritte - zum Beispiel durch Bedienstete des Sachsenforstes - entstehen können. In dem Punkt deutete sich Anfang Mai eine Wendung an. Denn das Umweltministerium hatte ein Versicherungsunternehmen ausfindig gemacht, das diese Risiken absichern würde. "Aber bisher haben wir noch kein Angebot erhalten", sagte am Montagabend Bürgermeister Kirsten. Inzwischen würde seine Verwaltung weitere Versicherer anfragen. Ausschuss stärkt Verwaltung Zudem sei der Gestattungsvertrag, wie er jetzt im Entwurf vom Forst vorliegt, nicht annehmbar. Die Stadträte im Verwaltungsausschuss haben sich dazu nichtöffentlich verständigt. Sie unterstützten einstimmig den Vorschlag der Stadtverwaltung, informierte Kirsten. Demnach will die Stadt mit dem Forst Flächen tauschen und damit Eigentümerin wesentlicher Teile der Sportanlage werden. Dann wäre auch der Versicherungsschutz für die Stadt gewährleistet. |